Segway Navimow i2 AWD: Häufige Fragen (FAQ)

von Oli
5 min. Lesezeit
Der Mähroboter der i2 AWD-Serie im Einsatz auf einer Rasenfläche – Modell i208 AWD mit Allradantrieb und ohne externe Antenne.

Die neue i2 AWD-Serie (i206 & i210): Antworten auf häufige Fragen (FAQ)

Nach dem riesigen Erfolg der Navimow i105 und i108 Modelle bringt Segway mit der Navimow i2-Serie das nächste Level in die Gärten. Das Besondere: Mit der gesamten Serie – vom i205 AWD über den i206 AWD und i208 AWD bis hin zum i210 AWD – gibt es nun erstmals echten Allradantrieb (AWD) für kleinere bis mittlere Gärten.

Aus der Praxis heraus erreichen mich bereits jetzt viele Fragen zu den neuen Modellen der i2-Serie. Hier findest du Antworten, praktische Tipps und meine Einschätzungen zur neuen Technik. Falls am Ende noch Fragen offen sind: Ab in die Kommentare damit! 😃

Im Kern sind alle Modelle der i2-Serie technisch identisch. Sie teilen sich das gleiche Gehäuse, die fortschrittliche Kamera-Erkennung und den namensgebenden Allradantrieb. Der Hauptunterschied liegt in der Akkukapazität und der daraus resultierenden Flächenleistung:

  • i205 AWD: Ausgelegt für Flächen bis ca. 500 m².
  • i206 AWD: Ausgelegt für Flächen bis ca. 600 m².
  • i208 AWD: Ausgelegt für Flächen bis ca. 800 m².
  • i210 AWD: Ausgelegt für Flächen bis ca. 1.000 m². Er hat den grössten Akku und kann pro Ladezyklus am längsten am Stück mähen (ca. 120 Minuten).

Mein Tipp: Wenn dein Garten sehr verwinkelt ist oder viele Steigungen hat, verbraucht der Mähroboter deutlich mehr Energie pro Quadratmeter. In solchen Fällen lohnt sich der Griff zum nächstgrösseren Modell (z. B. den i210 AWD statt des i208 AWD), damit das Gerät effizienter arbeitet und nicht zu oft zum Nachladen in die Station zurückkehren muss.

Nein! Das ist meiner Meinung nach die grösste und beste Neuerung. Die neue i2-Serie setzt auf sogenanntes «Network RTK». Das bedeutet: Der Mähroboter zieht sich die GPS-Korrekturdaten über das integrierte 4G-Modul direkt aus dem Mobilfunknetz. Du hast keinen unschönen Antennenmasten mehr im Blumenbeet und musst kein Kabel dorthin verlegen.

Hier setzt die i2-Serie neue Massstäbe. Während bei den Vorgängern nur die vorderen Räder angetrieben wurden, verfügt die i2 AWD-Serie über einen echten Allradantrieb. Das bedeutet: Auch das hintere Rad ist nun aktiv angetrieben.

Das Besondere dabei: Das hintere Rad ist zusätzlich lenkbar. Diese Kombination ermöglicht dem Roboter sogenannte «Zero-Turn»-Manöver, bei denen er sich auf der Stelle drehen kann. In der Praxis bedeutet das maximale Traktion an Hängen (bis 45 %) und eine deutlich höhere Agilität auf engem Raum.

Ja, die bewährte Weitwinkel-Kamera ist auch hier an Bord und arbeitet nun mit dem weiterentwickelten System zur Hindernisvermeidung. Sie ist darauf trainiert, über 150 verschiedene Hindernistypen zu erkennen. Aus der Praxis kann ich sagen: Der Roboter erkennt Objekte zuverlässig ab wenigen Zentimetern Höhe und weicht blitzschnell aus, wobei er einen Sicherheitsabstand einhält.

Wenn du innerhalb deiner Rasenfläche einen Bereich hast, der nicht befahren werden darf, kannst du diesen als «Sperrzone» definieren. Grundsätzlich erkennt der Navimow Hindernisse über die Kamera und weicht automatisch aus. In bestimmten Fällen kann die «Sperrzone» jedoch ein hilfreiches Feature sein.

  1. Stelle sicher, dass du dich in der Nähe deines Mähroboters befindest und über Bluetooth mit ihm verbunden bist.
  2. Öffne die Navimow-App
  3. Gehe zur Kartenansicht.
  4. Tippe auf «Sperrzone» und wähle den Zontyp aus.
  5. Zeichne die Sperrzone direkt auf die Karte.
  6. Speichere die Sperrzone.

Tipp: Du kannst Sperrzonen jederzeit ändern oder löschen. Tippe einfach drauf und wähle die passende Option.

Ja, du kannst mehrere Zonen erstellen und individuell konfigurieren. Für jede Zone lässt sich beispielsweise die Mährichtung sowie das Mähen der Rasenkante festlegen und über den Zeitplan steuern.

Verbinde dich einfach per Bluetooth mit deinem Mähroboter, öffne die Kartenverwaltung und tippe auf die gewünschte Fläche. Wähle dann “bearbeiten” und “teilen” oder “zusammenführen”, um neue Zonen zu erstellen oder bestehende zu bearbeiten.

Ja, das geht problemlos! Du kannst die Segway Navimow Modelle einfach händisch zur zweiten Fläche tragen und dort starten.

Kai hat dazu sogar ein Video gemacht: Video-Link.

Ja, das ist möglich. Öffne dazu in der App das Hauptmenü und anschliessend «Gerätefreigabe“. Folge nun den Anweisungen, um einem Familienmitglied oder Freud den Zugriff auf deinen Mähroboter zu gewährleisten. Dieser Benutzer hat anschliessend vollen Zugriff auf die Verwaltung deines Segway Navimows.

Ja, mit dem Segway Navimow kannst du auch manuell deinen Rasen mähen. Das ist besonders nützlich, wenn du Bereiche in deinem Garten mähen möchtest, die du nicht kartiert hast. Ein grosser Vorteil von GPS-Rasenrobotern ist, dass du auch ausserhalb kartierter Flächen mähen kannst. Mit der manuellen Mäh-Funktion mähe ich zum Beispiel den Rasen unter unserem Trampolin oder zwischen Sträuchern, die ich in der Kartenverwaltung ausgeschlossen habe.

Öffne einfach die Navimow-App, tippe auf das Gamecontroller-Symbol im rechten Bereich und folge den Anweisungen.

Durchgehend blau: Kartieren/Arbeitsbereitschaft

Pulsierend blau: Mähen

Weiss blinkend: Die Messerklinge beginnen sich zu drehen

Pulsierend weiss: OTA-Updates/Bereit zum Koppeln

Pulsierend grün: Laden

Durchgehend grün: Vollständig aufgeladen

Pulsierend gelb: Schlechtes GPS-Signal

Durchgehend rot: Pause/gehoben/geneigt/umgekippt

Ja, du kannst das Licht es Navimow dimmen oder bei Inaktivität komplett ausschalten.

Öffne dafür einfach die Navimow-App und tippe auf «Personalisierung», «Lichteinstellung» und wähle die gewünschte Helligkeitsstufe. Wenn du den «Eco mode» aktivierst, schaltet sich das Licht im Standby nach 10 Sekunden komplett aus.

Du kannst die Töne in der Navimow-App im Menü (oben links) unter „Personalisierung“, „Soundeffekte“ ein- und ausschalten.

Beim Segway Navimow werden das integrierte Bluetooth und WLAN für unterschiedliche Zwecke genutzt:

  • Bluetooth: z.B. für die Erstkonfiguration, die Kartenverwaltung sowie für manuelles Mähen.
  • WLAN: z.B. für Software-Updates, Zugriff auf den Mäher aus der Ferne und das Abrufen der aktuellen Wetterdaten.

Der Segway benötigt für den Mähbetrieb grundsätzlich keine Bluetooth- oder WLAN-Verbindung!

Die Geräte der i2-Serie verfügen zudem über ein eingebautes 4G-Modul. Damit haben sie (sofern normales Handynetz verfügbar ist) überall im Garten eine ständige Verbindung zu deiner App. Das ist nicht nur für die Steuerung praktisch, sondern auch für den Diebstahlschutz essenziell.

Für eine zentimetergenaue Positionierung der Segway Navimow i2-Serie (i205, i206, i208, i210) sind weiterhin mindestens 5 gemeinsam sichtbare Satelliten erforderlich.

Das Besondere an der i2-Serie: Dank des neuen Netzwerk-RTK benötigt der Roboter in der Regel keine eigene GNSS-Antenne mehr im Garten, sondern empfängt die Korrekturdaten über das Mobilfunknetz. Dennoch müssen genug Satelliten «Sichtkontakt» zum Roboter haben, um effizient zu arbeiten. In der Navimow-App kannst du unter dem Punkt «Satelittensignalanalysator» jederzeit prüfen, ob die Signalqualität an deinem Standort ausreicht oder ob Hindernisse (wie hohe Mauern oder dichte Bäume) den Empfang stören.

Du findest die Beschreibung von neuen Firmware-Updates in der Navimow-App unter

  • Firmware-Version
  • Versionshinweise (Icon oben rechts)

sowie auch auf der Website: Release-Notes Segway Navimow 

Grundsätzlich Ja, aber unterlasse es bitte und parke den Mähroboter, sobald es zu dämmern beginnt –  zum Schutz der Igel.

Igel sind nachtaktive Tiere und daher besonders gefährdet, wenn Mähroboter nachts unterwegs sind. Die scharfen Klingen der Geräte können den Igeln schwere Verletzungen zufügen, die oft tödlich enden.

Öffne dazu in der Navimow-App im Menü (oben links) „Mehr Einstellungen“, „Gerät trennen“ und wähle, wie du mit den Gerätedaten umgehen möchtest.

Eine Garage für den Segway Navimow ist nicht zwingend erforderlich, kann aber vorteilhaft sein. Sie schützt den Mähroboter vor Witterungseinflüssen wie Regen, Schnee, Hagel und starker Sonneneinstrahlung, was die Lebensdauer und Zuverlässigkeit des Geräts erhöhen kann.

Die Messerklingenscheibe wechselt während des Mähens automatisch mehrmals die Drehrichtung, um übermässigen Verschleiss der Messer auf einer Seite zu vermeiden. Bei regelmässigem Einsatz des Mähroboters wird empfohlen, die Messerklingen und Schrauben alle 1–2 Monate auszutauschen, um Sicherheit und bessere Mähergebnisse zu gewährleisten. Ein händisches drehen der Messer ist beim Segway Navimow also nicht notwendig.

Für den Segway Navimow sollten rostfreie, beidseitig geschliffene Edelstahlmesser verwendet werden – idealerweise mit Titanbeschichtung für höhere Haltbarkeit. Es gibt grosse qualitative Unterschiede: Hochwertige Messer bleiben länger scharf und brechen seltener. Achte auf die passenden Lochabstände und -Grössen, da viele Drittanbieter-Messer nicht exakt passen.

Meine Empfehlung: Verwende die originalen Segway-Messer, da sie optimal auf das Gerät abgestimmt sind und höchste Sicherheit und Schnittqualität bieten.

Hast du noch Fragen?
Stelle sie gerne als Kommentar unterhalb dieser Seite und ich helfe dir weiter.

Weitere Informationen zu den Segway Navimow Modellen i205, i206, i208 oder i210 findest du direkt auf der Website des Herstellers.

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11 Kommentare

dreyer 8. Mai 2026 - 9:45

wie kann ich die Mähgrenze ändern

Antworten
Oli 8. Mai 2026 - 10:50

Öffne dazu oben rechts die Kartenverwaltung und er Navimow-App, wähle die Karte an, dann «Bearbeiten» und «Anpassen».

Antworten
Heinz Schmitz 16. Mai 2026 - 6:49

Kann ich den Segway Navimow I210E LiDAR über die APP komplett ausschalten ?

Antworten
Oli 17. Mai 2026 - 9:22

Hoi Heinz. Nein, das ist mir nicht bekannt. Es macht aus meiner Sicht aber auch keinen Sinn… Du kannst in den Einstellungen unter „Personalisierung“ den Öko-Modus aktivieren, um den Standby-Verbrauch niedrig zu halten. Während der Saison würde ich ihn aber nicht komplett ausschalten. Was ist denn der Grund dafür? Alternativ müsstest du einen smarten Zwischenstecker verwenden, um den Mäher komplett vom Strom zu trennen von unterwegs. Wie gut das mehrmalige ein- und ausschalten für den Mäher wirklich ist, weiss ich nicht. Grüsse Oli

Antworten
Oli 30. Mai 2026 - 16:02

Hoi Heinz. Nein, das kannst du nicht. Du kannst den Mäher ausschliesslich direkt am Gerät ein- und ausschalten.

Antworten
M. B. 29. Mai 2026 - 23:40

Lernt der Navimow i205 AWD beim Mähen dazu? Hintergrund: Beim Kartieren sind die Rasenkanten (es sind ringsherum Kantensteine verlegt) nicht ganz „schnurgerade“ erfasst worden; hier bleibt Rasen lang. Muss ich neu Kartieren oder erkennt der Mäher bei nächsten Mähvorgängen die „Fehler“ und gibt den Karten automatisch Feinschliff?

Antworten
Oli 30. Mai 2026 - 16:00

Nein, der Navimow i205 AWD „lernt“ beim Mähen in diesem Sinne nicht dazu. Wenn die Kanten bei der Ersteinrichtung beim Kartieren unsauber oder mit zu großem Abstand zu den Kantensteinen erfasst wurden, korrigiert der Mäher diesen Fehler bei den kommenden Durchgängen nicht automatisch. Er folgt stur der in der App hinterlegten Karte.
Ein wichtiger Punkt, den du dabei beachten solltest: Wenn das Gras an den Kanten sehr hoch oder buschig wächst, kann es vorkommen, dass die KI-gestützte VisionFence-Hinderniserkennung dies als „Hindernis“ interpretiert. In diesem Fall weicht der Mäher aus, um eine Kollision zu vermeiden, und lässt den Rasen an dieser Stelle erst recht stehen. Da dies aber ein Sicherheitsmechanismus und kein „Lerneffekt“ ist, bleibt das Problem bestehen, bis du die Karte in der App nachbesserst.
Mein Tipp: Du musst den Garten nicht komplett neu kartieren! Du kannst in der Navimow-App ganz einfach die Funktion „Karte bearbeiten“ nutzen. Dort kannst du gezielt einzelne Abschnitte deiner Grenze löschen und neu abfahren, um sie präziser an die Kantensteine anzupassen.

Antworten
Heinrich Strütt 7. Juni 2026 - 12:58

Hi Oli,
vielen Dank für deine wertvollen Tipps. Ich gehe davon aus, dass ich mir den i206 AWD anschaffen werde. Bezüglich Elektroanschluss für die Ladestation habe ich eine Frage: wie lange ist das Kabel der Ladestation?
Vielen Dank im Voraus für deine Antwort und
beste Grüße
H.S.

Antworten
Oli 8. Juni 2026 - 20:14

Hoi Heinrich. Gerne! Segway gibt die exakten Maße in den offiziellen Spezifikationen wie folgt an: Das Niedervoltkabel des Netzteils ist exakt 7 Meter lang, während das Netzkabel vom 230V-Stecker zum Netzteil ca. 1,5 Meter misst. Wenn dir die 7 Meter Niedervoltkabel nicht ausreichen, musst du das optionale 10-Meter-Verlängerungskabel von Segway erwerben. Hierzu gibt es einen wichtigen Hinweis vom Hersteller: Auch beim i206E AWD darfst du das Niedervoltkabel maximal um ein weiteres Kabel (10 m) verlängern, um Spannungsabfälle zu vermeiden. Die absolute Obergrenze für das Niedervoltkabel liegt also bei 17 Metern, was sich aus den 7 Metern ab Werk und der 10-Meter-Verlängerung zusammensetzt. Beste Grüsse Oli

Antworten
Roland 10. Juni 2026 - 18:09

Hallo, wenn ich im Turnus von 1 Woche den Rasen mähe, soll ich den Navvmove i2 AWD die ganze Woche auf der Ladestation am Strom angeschlossen lassen ? Oder nach dem Mähen stromlos machen und nach 1 Woche neu aufladen ?

Antworten
Oli 11. Juni 2026 - 14:39

Hoi Roland. Ich würde den Mäher nie vom Strom trennen während der Saison. In den Einstellungen kannst du den Stromsparmodus aktivieren. Zudem bin ich nicht sicher, ob es reicht, nur einmal pro Woche den Rasen zu Mähen. Ein Mähroboter sollte mehrmals fahren und den Rasen immer wieder schneiden für ein schönes Schnittbild. Grüsse Oli

Antworten

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